Bindeanleitungen
Die Känguruhtrage - kurzes Tuch
Bei noch ganz jungen Babys, die den Kopf noch nicht halten können, muss das Kind von den Kniekehlen bis zum Köpfchen ins Tuch gehüllt werden. Man kann sich das Hochnehmen bei ihnen erleichtern, indem man sie mittig auf das auf dem Wickeltisch ausgebreitete Tuch legt und sich die Enden über die Schultern legt. Dann beugt man sich über das Kind, fasst die Tuchenden hinter dem Rücken und zieht sich das Kind noch in gebeugter Haltung eng an den Körper. Hat man ein mittellanges oder langes Tuch, kann man die Tuchenden statt sie unter dem Po des Kindes zu verknoten, unter dem Po des Kindes überkreuzen und unter den Beinchen wieder nach hinten führen, um sie auf dem Rücken doppelt zu verknoten.
Hüftkreuzsitz - kurzes Tuch
Gegenüber der einfachen „Schärpe“ ist dies eine sehr bequeme Art ein Kind auch mit einem kurzen Tuch auf der Hüfte zu tragen, ohne dass ein Knoten am Rücken drückt.
Rucksacktrage - kurzes Tuch
Ganz wichtig ist bei dieser Technik, dass die über Rücken und Po verlaufende Querbahn bis in die Kniekehlen reicht. Ihr stabiler Sitz ist immer wieder erneut zu prüfen (Schaufenster, Autoscheiben, Nachfühlen). Denn wenn diese Bahn über den Po des Kindes nach oben rutscht und seine Arme im Tuch sind, besteht die Gefahr, dass es herausfällt! Vorteile dieser Rückentragetechnik sind, dass das Kind über die Schulter schauen kann, man die Technik mit etwas Übung allein hinbekommt und dass man den Kopf des eingeschlafenen Kindes leicht selbst stabilisieren kann. Man sollte mehrmals über dem Bett üben, bis man die Griffe sicher beherrscht.
Wie man das Kind auf den Rücken bekommt ist besser am Beispiel des mittellangen Tuches bebildert und beschrieben.
Rucksacktrage - mittellanges Tuch
Ganz wichtig ist bei dieser Technik, dass die über Rücken und Po verlaufende Querbahn bis in die Kniekehlen reicht. Ihr stabiler Sitz ist immer wieder erneut zu prüfen (Schaufenster, Autoscheiben, Nachfühlen). Denn wenn diese Bahn über den Po des Kindes nach oben rutscht und seine Arme im Tuch sind, besteht die Gefahr, dass es herausfällt! Vorteile dieser Rückentragetechnik sind, dass das Kind über die Schulter schauen kann, man die Technik mit etwas Übung allein hinbekommt und dass man den Kopf des eingeschlafenen Kindes leicht selbst stabilisieren kann. Man sollte mehrmals über dem Bett üben, bis man die Griffe sicher beherrscht.
Wickelkreuzsitz - mittellanges Tuch
Diese Bindeweise hat den Vorteil, dass das Gewicht des Kindes auf die Hüften verteilt ist, so dass man kaum gezwungen ist, beim Tragen eine schiefe Haltung einzunehmen. Der Rücken des Kindes wird zudem stabil von zwei Bahnen gestützt. Bevorzugt man das Kind auf der rechten Hüfte, ist spiegelverkehrt zu verfahren.
Kreuztrage - mittellanges Tuch
Will man das Kind ins Tuch setzen, ist es am einfachsten, wenn man es zunächst auf eine Schulter legt und das diagonal dazu liegende Bein einfädelt und es danach auf die andere Schulter legt und das zweite Bein einfädelt. Oder anders ausgedrückt, zunächst auf die rechte Schulter legen um sein rechtes Bein einzufädeln, danach auf die linke Schulter legen, um sein linkes Bein einzufädeln.
Doppelkreuztrage - langes Tuch
Diese Technik ist besonders für die Zeit geeignet, in der die Kinder ihren Kopf schon halten können und die Arme nicht mehr im Tuch behalten wollen, weil sie inzwischen immer mehr Interesse an der Umwelt haben. Für den Träger ist sie durch die gekreuzte Bahn auf dem Rücken und den Knoten vorn sehr bequem. Es erfordert etwas Übung, das Tuch nicht zu straff und nicht zu locker zu binden. Der Vorteil ist, dass man die Technik ohne Kind bindet und es dann bequem herein- und herausnehmen kann, ohne jedes Mal neu binden zu müssen.
Wickelkreuztrage - langes Tuch
Diese meist als Wickelkreuztrage bezeichnete Bindetechnik benötigt ein sehr langes Tuch (bei großen Eltern ab Tuchlänge 5,10 m). Diese Technik ist am besten für eine aufrechte Trageweise ab dem 1. Lebenstag geeignet, da es neben den Kreuzbahnen eine weitere Querbahn gibt, die das Köpfchen zusätzlich stützt und wirklich gut und in Ruhe an das Baby angepasst werden kann, so dass man mit Sicherheit einen perfekten Rückenhalt erreicht. Außerdem ist sie eine der angenehmsten Techniken für die tragende Person. Im Winter bieten die 3 Stoffbahnen eine zusätzlichen Wärmeschutz für Babys „Außenseite“. Neugeborene müssen beim Binden unbedingt bis zum Köpchen ins Tuch gehüllt sein. Am besten bringt man die Ärmchen neben dem Körper angewinkelt (Fäustchen neben die Schultern) in Stellung. So ist es leichter eine gerade Rückenhaltung zu erreichen, denn seitlich zu den Hüften hin soll das Baby nicht in sich zusammensacken.
Wickelkreuzrucksack - langes Tuch
Die „Wickelkreuztrage“ auf dem Rücken gebunden, ist die bequemste und sicherste Art, sein Baby auf dem Rücken zu tragen, also besonders gut für Wanderungen und lange Spaziergänge geeignet. Nachteil ist, dass sich diese Technik sehr schwer allein binden lässt und sehr kleine Kinder nicht über die Schulter des Trägers schauen können. Wenn man beim Binden zu zweit ist, ist die Technik sehr zu empfehlen. Allein oder bei kleinen Kindern wäre die am Beispiel des mittellangen Tuches gezeigte „Rucksacktrage“ eine Alternative.



















































